Obschon die Wetterprognosen alles andere als tolles Bergwetter versprachen, machten sich an einem Samstagmorgen Anfang September eine wackere Schar Turnerinnen und Turner plus Hund Moritz auf, um einen gemütlichen Tag im Berner Oberland zu verbringen. Unterwegs noch von kräftigen Regenschauer begleitet, hellte sich Eingangs Simmental der Himmel und damit auch die Gesichter der Turnerfamilie zusehends auf.
Mit 5 Minuten Vorsprung auf die Reise-Marschtabelle trafen wir in Erlenbach ein. Schon bald schwebte die muntere Schar dem Stockhorn-Gipfel entgegen. Ganz in diesem Sinne wurden wir oben schon mit Gipfel (-li) und Kafi erwartet. An der Wärme sitzend konnten wir dem imposanten Gerangel von Wolken und Sonne zuschauen, bis plötzlich die Sonne die Oberhand erlangte. Zumindest auf Simmentaler-Seite. Der Blick Richtung Mittelland und Jura blieb uns leider vorerst verwehrt.
So begannen wir unsere Wanderung Richtung Oberstockensee. Unterwegs noch eine gemütliche Rast beim Berggasthaus Oberstockenalp mit frechen Jung-Büsis, welche Hund Moritz ganz konfus werden liessen. Beim Oberstockensee angekommen zeigte sich nun, wer das Reiseprogramm genau gelesen hatte und sein Mittagessen hervor zaubern konnte. Zur Not taten es auch der eine oder andere Glimmstängel. Die Zeit verrinnte und bald wurden wir schon wieder zum Weitermarsch aufgefordert.

Um den See herum, vom freundlichen Fischer und seiner Begleitung noch kurz ein Gruppenfoto gemacht, begann nun der kurze aber steile Aufstieg zur nächsten Alp. Vorbei an ein paar lieben Rindern und Schafen fanden wir uns kurz darauf beim Start zur rasanten Trotti-Abfahrt ein. WC-Halt, Ausrüstung fassen, Instruktionen verinnerlichen und schon konne es losgehen. Die Strecke hat es in sich und wer mochte, konnte es auch schon mal etwas zügiger angehen lassen. Aber auch die Genisser-Fraktion war sehr gut aufgehoben, Da die Trooti's in einem sehr guten Zustand und tadellos gewartet waren, war man jederzeit Herr über sein Gefährt.
Nach 10km Abfahrt konnten wir die Trotti's unten wieder abgeben und uns auf einen wunderbaren Apéro bei Familie Mani freuen. Herzlichen Dank für den offenen, herzlichen Empfang und die sagenhafte Bewirtung!
Zum Abschluss gab es nun noch eine kurze Autofahrt nach Aeschiried wo wir im Rest. Chemihüttä zum Nachtessen erwartet wurden.
Bei feinem Essen und einem Glas Wein liessen wir den Tag langsam ausklingen.
Ein schöner Ausflug in eine coole Region mit tollen, freundlichen Menschen an der Gästefront. Gerne wieder!!!

Unseren Organisatorinnen Brigitte und Susanne ein herzliches Dankeschön.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es war einmal an einem goldigen Septembertag, als sich eine tollkühne Truppe von 14 Turnerinnen und Turnern auf dem Schulhof des beschaulichen Dorfes Horriwil trafen, um sich auf eine abenteuerliche Reise zu wagen. Zuerst stiegen sie in den Bus ein, der sie von der Idylle des Wasseramts, über den emsigen Bahnhof der Stadt, weit hinauf auf den Balmberg führte. Von dort aus nahmen sie den ersten Teil ihres beschwerlichen Fussmarschs in Angriff. Sie keuchten und der Schweiss tropfte ihnen von der Stirn. Nur zwei eifrige Herren, hüpften leichten  Schrittes den Berg hinauf wie junge Rehe. Das erste Etappenziel, der Gasthof Hinterer Weissenstein, bot den hungrigen und durstigen Wandersleut schmackhafte Speisen und Getränke und eine Bank zum Ausruhen. Die Zeit wurde auch genutzt, um die geschundenen Füsse zu pflegen. Der Weg führte die tapferen Turnerinnen und Turner vorbei an der Hasenmatt (wobei es sich einige der unbeugsamen Herren nicht nehmen liessen, auf dem Gipfel der Hasenmatt die Aussicht zu geniessen) zum Althüsli,  wo der anwesende Vorsitz den Gebeutelten eine Erfrischung und eine Leckerei spendierte. Nun war der Weg zum Ziel zwar nicht minder steinig, jedoch nicht mehr ganz so lange. Doch als der Lohn für die Mühen schon beinahe in greifbarer Nähe schien, bäumten sich die Naturgewalten auf und versuchten die kämpferische Truppe mit Donner und Blitzen vom rechten Weg abzubringen. Aber davon liessen sie sich nicht beirren und kämpften sich gegen alle Widrigkeiten an ihr Ziel, den Untergrenchenberg. Dort wurden die erschöpften Wandersleut vom einem wohlriechenden Herrn im edlen Zwirn und dessen vergnügtem Genosse empfangen. Die Wirtin des Gasthauses vermochte durch ihren trockenen Humor und ihre non-chalante Art, die angeheiterten Gäste gänzlich zu überzeugen. Die Köchin verköstigte die hungrige Gemeinschaft, allen voran den Patron dessen Name an diesem feuchtfröhliched Abend auffallend oft gefallen war, mit frischen, hausgemachten Speisen, dazu floss reichlich Alkohol. Als dann alle vollgefressen und angetrunken waren, die Herren mit Karten gespielt, die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht und das schallende Gelächter einiger Damen auch die Neugier der anderen Gäste des Hauses erweckt hatten, erschienen drei noble Herren, darunter «le président» persönlich. Mit ihren edlen Kutschen führten sie die erschöpften Turnerinnen und Turner nach einem gleichzeitig qual- und freudvollen Tag wieder zurück in ihr beschauliches Dorf im Wasseramt.

Michelle Hofer

 

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